Timo Boll . Tischtennis
Christian Süß . Tischtennis
Mischa Zverev . Tennis
Levent Tuncat . Taekwondo
Miriam Frenken . Kanu Rennsport
Patrick Baum . Tischtennis
Jessica Mager . Schießsport
Jennifer Pütz . Hockey
Nora Sommerfeld . Rollstuhltennis
Robby Gerhardt . Rudern
Jennifer Klein . Kanu
Carolyn Moll . Leichtathletik
Constanze Stolz . Segeln
Lukas Müller . Rudern
Tanja Gröpper . Schwimmen

Inhalt
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Meine Sportart
Mein Trainingsprogramm


Meine Sportart
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Für den Erfolg beim Segeln spielen eine Menge Faktoren eine wichtige Rolle. Der Segler muss konditionell in Top-Form sein, muss das Bootshandling beherrschen und muss taktisch klug agieren. Als besondere Herausforderung muss er die sich häufig ändernden Wind- und Wetterbedingungen – wie Strömung, Welle und Winddreher - berücksichtigen.
Das Ziel eines olympischen Seglers in einer Regatta ist es, einen vorgegebenen Kurs schnellstmöglich abzusegeln. Dabei werden innerhalb einer Regatta mehrere Wettfahrten gesegelt, deren Ergebnisse zum Schluss zusammengezählt werden. Dabei gilt: Je niedriger die Punktzahl, desto besser das Endergebnis.
Es gibt viele verschiedene Bootsklassen, alle haben jedoch beim Regattasegeln gemein, dass neben körperlicher Ausdauer auch absolute Konzentration – in der Regel über Stunden- erforderlich ist. Pro Regattatag werden etwa 3 bis 4 Wettfahrten gesegelt, die jeweils je nach Wind zwischen 60 und 90 Minuten dauern.
Gerade im Bereich der Taktik ist Erfahrung entscheidend. Darum gehört für jeden Segler neben Wassertraining sowie Konditions- und Krafttraining auch Mentaltraining und Theorie/Taktik zur Vorbereitung.  Jeder Segler muss auf dem Wasser die Vorfahrtsregeln beachten und einen Führerschein haben wie auch beim Autofahren – nur, dass hier nicht „rechts vor links“, sondern „Backbordbug vor Steuerbordbug“ gilt.

Ich segle die für Frauen olympische Einhand-Jolle Laser Radial. Sie hat eine Segelfläche von 5,7 m²  und wiegt knapp 59 Kilo bei einer Länge von 4,20 m. Der Laser  ist weltweit die populärste Einhand-Segeljolle für Erwachsene und Jugendliche mit fast 200.000 Booten in mehr als 140 Ländern weltweit.


Mein Trainingsprogramm
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Die mir am häufigsten gestellte Frage ist: „Wo kann man denn in Düsseldorf segeln?“. Der Rhein ist für so sportliche Jollen wie den Laser Radial für das normale Training ungeeignet. Der Unterbacher See bietet einen guten Einstieg (wie auch unser DYC-Revier, der Löwensee). Doch die Bedingungen, auf die sich ein internationaler Segler mit Blick auf Olympia vorbereiten muss, sind hier nicht zu finden. Darum trainiere ich derzeit in ganz Europa – und dies das ganze Jahr hindurch. Aufgrund der langen Anfahrten habe ich in der Regel keine Tageseinheiten, sondern trainiere wochenweise oder zumindest am Wochenende. Im Winter findet das Training an den Wochenenden in den Niederlanden auf der Nordsee oder dem Ijsselmeer statt. Dann heißt es früh aufstehen (5 Uhr), weil Trainingsbeginn um 10 Uhr ist. Wir segeln 4 bis 5 Stunden, in der Regel ohne große Pause, damit wir nicht auskühlen. Normalerweise wird bis 3° gesegelt, weil sonst die Schoten (Leinen) gefrieren. Bei Frost steht intensives Theoriepauken an. Nach jedem Training wird eine Nachbesprechung, größtenteils mit Videoanalyse, gemacht.
Ab Frühjahr trainiere ich wochenweise. Dann wechseln sich Schule, Trainingslager und Regatten ab. Ein typisches Trainingslager beginnt morgens mit Frühsport, manchmal auch mit Yoga am Strand, Frühstück und Vorbesprechung. Es folgen zwei Wassereinheiten mit Mittagspause auf dem Wasser, Auslaufen und eine Nachbesprechung. Dabei üben wir auch so entscheidende Dinge wie Protestverhandlungen – auch in englischer Sprache.
Für das Konditionstraining stehen unter der Woche Stabilisationsübungen und Laufen auf dem Programm.


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