Timo Boll . Tischtennis
Christian Süß . Tischtennis
Mischa Zverev . Tennis
Levent Tuncat . Taekwondo
Miriam Frenken . Kanu Rennsport
Patrick Baum . Tischtennis
Jessica Mager . Schießsport
Jennifer Pütz . Hockey
Nora Sommerfeld . Rollstuhltennis
Robby Gerhardt . Rudern
Jennifer Klein . Kanu
Carolyn Moll . Leichtathletik
Constanze Stolz . Segeln
Lukas Müller . Rudern
Tanja Gröpper . Schwimmen

Inhalt
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Meine Sportart
Mein Trainingsprogramm


Meine Sportart
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Das Rudern als Sportart kam ursprünglich aus England zu uns nach Deutschland. Das Boat Race, auch bekannt als Oxford gegen Cambridge, zeigt welchen Stellenwert dieser Sport in seinem Heimatland hat und das auch eine kleine Sportart wie Rudern viele Menschen auf der ganzen Welt begeistern kann.
Gerudert wird in zwei Gewichtsklassen. Der offenen Klasse in der das Gewicht keine Rolle spielt und der Klasse der Leichtgewichte. In dieser dürfen Männer nicht mehr als 72,5 Kilogramm, Frauen nicht mehr als 57,5 Kilogramm wiegen. Sitzt ein Leichtgewicht zudem mit anderen Leichtgewichten in Mannschaftsbooten, dürfen alle zusammen im Durchschnitt nur 70 bzw. 55 Kilogramm auf die Waage bringen.
Eine weitere Zweiteilung herrscht bei den Disziplinen. In den Riemenbootsklassen (Zweier, Vierer und Achter) rudert jeder Sportler mit nur einem Ruder, dem Riemen. In den Skullbootsklassen (Einer, „Doppelzweier“ und „Doppelvierer“) sind es zwei Ruder, die Skulls. Eine Sache die Ruderern immer besonders am Herzen liegt ist zudem: Wir sind keine Kanuten. Die Unterscheidung ist leicht. Wir Ruderer blicken gegen die Fahrtrichtung, fahren also rückwärts und benutzen in unserer Bewegung sehr stark die Beine. Kanuten blicken in Fahrtrichtung, fahren somit also vorwärts und benutzen nur ihre Arme.
Für mich persönlich ist der Leichtgewichts Vierer ohne Steuermann (denn auch die gibt es, zum Beispiel im Achter) die interessanteste Bootsklasse. Denn nur diese ist für leichte Riemenruderer olympisch. Das macht die Sache noch spanneneder. Denn jede Nation kann somit nur ihre vier besten Jungs schicken. Weiterhin liegt dadurch, dass alle Athleten zusammen im Schnitt nur 70 Kilogramm wiegen dürfen das Leistungspotenzial aller Boote dicht beieinander. Darum gehören die Rennen der Leichtgewichte auch zu den erbarmungslosesten, die nicht selten innerhalb von Einer bis Zwei Sekunden alle Boote in einem Rennen über die Ziellinie bringen. Und das nach einer Strecke von 2000 Metern! Im Training geht es somit darum noch den letzten Millimeter Vortrieb aus jedem Schlag herauszuholen. Im Rennen können sie dann der entscheidende Zentimeter sein der einen von der Goldmedaille trennt.


Mein Trainingsprogramm
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Beim Rudern trainieren wir das ganze Jahr über durchgängig viel, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Der wöchentliche Trainingsaufwand als reine Trainingszeit bewegt sich etwa im Bereich von 1000 bis 1400 Minuten, in Trainingslagern mitunter mehr. Das Training ist dabei sehr abwechslungsreich. Mittelpunkt ist natürlich das Training im Boot. Meistens fahren wir hier lang und locker im Bereich von 60-120 Minuten. Angereichert wird dies mit technischen Übungen und je näher es der eigentlichen Saison zugeht mit Belastungen. Dies sind entweder bestimmte Strecken oder aber Zeitintervalle in denen man den Körper durch größere und gezielte Anstrengung auf die 2000m Renndistanz vorbereitet und etwa die Kraftschnelligkeit und Laktatverträglichkeit entwickelt. Weiter im Trainingsensemble enthalten ist Krafttraining in allen erdenklichen Variationen. Schnellkraft, Kraftausdauer, Koordination, Maximalkraft – alle spielen für uns eine Rolle. Dann schließlich noch Ausdauertraining am Land z.B. auf dem Ruderergometer oder im Wintertrainingslager auf Langlaufskiern oder dem Rennrad. Auch das altmodische Wort Gymnastik und das was sich dahinter verbirgt sind mit von der Partie. Schließlich arbeiten wir seit letztem Jahr auch mit Tayar Tunç und seinem Sportwerk zusammen, dem Bundesstützpunkt für Teakwondo in Düsseldorf Bilk, ein besonders weiter Blick über den eigenen sportlichen Tellerrand.
Einen großen Teil meines Trainings macht zudem aus, dass ich jeden möglichen Weg in Düsseldorf im täglichen Raum zwischen Training, Uni und Wohnung mit dem Fahrrad bewältige. Dies ist zudem ungemein gut für meine CO2-Bilanz die durch zahlreiche Fahrten und Flüge zu Wettkämpfen und  Trainingslagern vom gesamten deutschen Raum über Belgien, Frankreich, die Schweiz, Italien und sogar Kroatien und Schottland alles einschließt.
Generell legt man im Winter die konditionellen und kraftmäßigen Grundlagen aus denen man im Laufe der Rudersaison (etwa Ende März bis September) die Schnelligkeit auf dem Wasser entwickelt. Saisonhöhepunkt sind natürlich die Weltmeisterschaft und alle vier Jahre die Olympischen Spiele. Vor den Hauptwettkämpfen befindet man sich in der Regel mit der kompletten Nationalmannschaft noch einmal im etwa dreiwöchigen Trainingslager wo jedem Boot, also der Mannschaft, der letzte Schliff verpasst wird. Unten sieht man einen meiner Trainingspläne aus dem Mai 2009, der 3 Wochen zeigt und die Internationale Hügelregatta in Essen enthält.


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