Timo Boll . Tischtennis
Christian Süß . Tischtennis
Mischa Zverev . Tennis
Levent Tuncat . Taekwondo
Miriam Frenken . Kanu Rennsport
Patrick Baum . Tischtennis
Jessica Mager . Schießsport
Jennifer Pütz . Hockey
Nora Sommerfeld . Rollstuhltennis
Robby Gerhardt . Rudern
Jennifer Klein . Kanu
Carolyn Moll . Leichtathletik
Constanze Stolz . Segeln
Lukas Müller . Rudern
Tanja Gröpper . Schwimmen

Inhalt
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Meine Sportart  
Mein Trainingsprogramm


Meine Sportart
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Die Regeln im Rollstuhltennis unterscheiden sich so gut wie nicht von denen im  Fußgängertennis. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass der Ball zweimal den Boden berühren darf, bevor er returniert wird.

Der Rollstuhl sollte immer in Bewegung bleiben, denn einmal zum Stillstand gebracht, benötigt es viel Kraft und Zeit diesen wieder zu beschleunigen. Der Schläger bleibt während des Fahrens in der Hand, wobei das Rad auf der Schlaghandseite mit Daumen und Handballen manövriert wird.

Ich bin mit einem Beckengurt am Rollstuhl festgeschnallt. Dies verhindert, dass ich bei extremen Bewegungen aus dem Rollstuhl falle. Der Rollstuhl wird für den Tennissport speziell hergestellt. Er wiegt zwischen fünf und sieben Kilogramm. Die Räder stehen nicht gerade in Fahrtrichtung, sondern haben einen negativen „Sturz“. Dies macht das Sportgerät wendiger, schneller und verhindert ein Umkippen des Rollstuhls bei Richtungswechseln auf engem Raum.

Bei Regen lässt sich Rollstuhltennis nicht spielen. Durch die Nässe wird der Greifring am Reifen rutschig und man kann die Kraft nicht mehr auf den Reifen bringen. Wie beim Fußgängertennis existiert auch beim Rollstuhltennis eine Weltrangliste und auf jedem ITF Turnier kann man dafür Punkte sammeln.


Mein Trainingsprogramm
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Das Trainingsprogramm bei den Rollstuhlfahrern unterscheidet sich in punkto Schlagtechnik nicht vom Fußgängertennis. Beim Rollstuhltennis kommt jedoch noch das Erlernen bestimmter Fahrtechniken hinzu. Daran wird speziell bei den zwei- bis dreimal jährlich stattfindenden Lehrgängen des DRT (Deutscher Rollstuhl Tennisverband) gearbeitet.

Aufgrund der praktisch identischen Regeln, musste ich mir keinen speziell geschulten Trainer suchen. Er übt mit mir die Schlagtechnik wie mit Fußgängern. Die  Verbesserung der Fahrtechnik erfolgt aber durch speziell ausgebildete Rollstuhltennislehrer.

Ich trainiere zweimal die Woche jeweils eine Stunde mit meinem Trainer und ab und an mit meinem Bruder. Das ist auch schön und effektiv – aber ein Rollifahrer spielt eben doch noch ein wenig anders. Da ich durch unseren „Nachwuchs“ natürlich öfter die Chance habe mit Leuten zu spielen die auch im Rolli sitzen nutze ich diese natürlich auch.

Es wird hier und da an der Schlagtechnik gefeilt, wobei die jetzt im Laufe der Zeit schon relativ gefestigt ist. Momentan konzentrieren meine Trainer und ich  uns allerdings mehr auf das Zieltraining, sprich die Bälle genau zu setzen. Auch die Spielzüge werden immer wieder verfeinert und neu aufgearbeitet. Ein spezielles Krafttraining, wie bei einigen anderen Sportarten, wird nicht durchgeführt. Mein Krafttraining findet in diesem Sinne jeden Tag statt, wenn ich meinen Alltagsrolli, der ungefähr 13 kg wiegt, drei bis vier Mal am Tag ins Auto rein hebe und wieder raushole. Ausdauertraining habe ich eigentlich auch jeden Tag, da ich ja den ganzen Tag in meinem Rolli unterwegs bin. Zusätzlich betreue ich zwei Mal pro Woche Rollstuhlgruppen und spiele an ein bis zwei weiteren Abenden intensiv Rollstuhlbasketball.   

Oft werde ich gefragt, wie man eigentlich Rollstuhlfahren und gleichzeitiges Schlagen auf dem Spielfeld koordinieren kann: Das ist eigentlich gar kein Problem! Ich denke halt nicht mehr darüber nach, wie ich eine Links- oder Rechtskurve fahre. Das ist einfach angelernt. Es ist wie bei den Fußgängern: Bei denen denkt ja auch keiner nach, wie er den einen Fuß vor den anderen Fuß setzt. Das Laufen ist ja auch antrainiert und gespeichert. So ist das auch bei mir und meinem Rolli J!

Leistungslehrgänge für Kaderspieler finden auf Einladung des DRT etwa 6-7 Mal pro Jahr statt. Sie beginnen freitags und enden sonntags. Das Training innerhalb dieser zwei Tage ist sehr intensiv. Neben Verbesserung der Schlag- und Fahrtechnik wird auch an der Wettkampftaktik gearbeitet. Das kann nach zwei Tagen ganz schön auf die Arme gehen!


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